Geschichte

30. Dezember 1945

Bereits am 30. Dezember 1945 wurde in Unterpfaffenhofen eine Ortsgruppe der sozialdemokratischen Partei – Sektion Unterpfaffenhofen-Germering – ins Leben gerufen.

Erster Vorsitzender war Otto Wagner, der von 1948 bis 1966 Bürgermeister von Unterpfaffenhofen war.

In Germering stellte die SPD von 1948 bis 1952 und von 1956 bis 1960 mit Quirin Wörl den Bürgermeister.

Beide Bürgermeister beschäftigten sich während ihrer Amtszeit ganz besonders mit der Integration der Heimatvertriebenen, dem sozialen Wohnungsbau sowie mit Neu- und Erweiterungsbauten von Schulen und Kindergärten.

1960 trennten sich die Germeringer Sozialdemokraten von Unterpfaffenhofen und gründeten einen eigenen Ortsverein.

In Unterpfaffenhofen leitete Rudolf Bay von 1966 bis 1977 und in Germering Josef Kistler von 1960 bis 1972 als SPD Bürgermeister die Geschicke vor Ort.

Schwerpunkte während ihrer Amtszeit waren der vorausschauende Ausbau der Infrastruktur der damals rasch wachsenden Gemeinden. Dazu gehörten der soziale Wohnungsbau, die Förderung des freifinanzierten Mietwohnungsbaus, der Bau von Schulen und Kindertagesstätten. Auch die Freizeiteinrichtungen wie Bäder (Hallenbad, Lehrschwimmbecken) und Sportstätten, u.a. SCUG- und SV-Stadien, entstanden in dieser Zeit.

Heftig umstritten – und mit nur einer Stimme Mehrheit beschlossen – war der Kauf des Geländes am Parsberg, das später dem Ausbau zum Erholungsgebiet und der Gestaltung des Germeringer Sees diente.

Nach dem Tod von Josef Kistler 1974 wurde Dr. Peter Braun bis zur Gebietsreform 1978 Bürgermeister von Germering.

Die Erweiterung der Kirchenschule mit dem Bau der Mehrzweckhalle fand in der Amtszeit von Peter Braun statt und wurde 1977 abgeschlossen.

Die Flächen für das Stadtzentrum wurden 1977 erworben.

Infolge der Gebietsreform 1978 wurden die beiden Gemeinden Unterpfaffenhofen und Germering zusammengelegt.

Auch die beiden getrennten Ortsvereine Unterpfaffenhofen und Germering schlossen sich wieder zusammen.

Bei der Kampfabstimmung zur Nominierung des künftigen Bürgermeisters von Germering setzte sich Dr. Peter Braun durch. Sein Konkurrent Rudolf Bay trat aus der SPD aus und wurde für die UBG/FWG 1979 (nach wiederholter Stichwahl) zum Bürgermeister von Germering gewählt. Die Wahl von 1978 war wegen Wahlverstößen im Rathaus von Unterpfaffenhofen vom Verwaltungsgericht 1979 annulliert worden.

1991 wurde Germering zur Stadt erhoben und Dr. Peter Braun zum Bürgermeister gewählt.

In seiner Amtszeit setzte sich die SPD im Stadtrat mit dem Bau der modernen Stadtbibliothek im Zentrum durch.

Die „Germeringer Insel“, in der viele Träger von Sozialeinrichtungen zusammengefasst sind, wurde unter Dr. Peter Braun etabliert.

Durch den kontinuierlichen Ausbau von Kinderkrippen und Kindertagesstätten war die Germeringer SPD ihrer Zeit immer einen Schritt voraus.

Die in dieser Zeit ebenfalls gegründete Germeringer Wohnungsbau GmbH verwirklichte ein Einheimischenmodell und die Anlage Betreutes Wohnen an der Leipziger Straße.

In die Amtszeit Peter Brauns fällt auch die Einführung der MVV-Buslinien, die seit 2007 im 20 Minutentakt verkehren.

Auf die Energiepolitik der Zukunft Einfluss nehmen wollte die SPD mit der Gründung der Germeringer Stromgesellschaft sowie etwas später mit der Gasgesellschaft.

Mit der Übernahme der staatlichen Bauaufsicht des Landratsamtes erfüllte die Stadt Germering 2004 alle Voraussetzungen zur Erhebung als „Große Kreisstadt“.

2004 wird Germering Große Kreisstadt

Dr. Peter Braun war insgesamt 21 Jahre im Amt, davon 17 Jahre als 1. Bürgermeister und 4 Jahre als Oberbürgermeister.

Für die SPD Germering zählt der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen nach wie vor zu den wichtigen Zukunftsaufgaben.

Die Entwicklung eines urbanen Stadtzentrums und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gehören zu den wesentlichen Zielen der Germeringer SPD im 21. Jahrhundert.